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6 Tipps für dein perfektes Video

von Christian Frey (Kommentare: 0)

Corona hat viele Selbstständige gezwungen, ihre Aktivitäten – zumindest temporär – in den Onlinebereich zu verlagern. Das bedeutete für einige Gründer, trotz fehlender Erfahrung und Expertise Videos zu drehen. Diese Flexibilität ist lobens- und wünschenswert, kann allerdings negative Auswirkungen auf die wahrgenommene Kompetenz haben, wenn sich das fehlende Know-how in den Videos widerspiegelt. Die Gefahr, dass ein Video wie ein schlechter Youtube-Clip wirkt, ist enorm groß. Bereits kleine Ungereimtheiten und Unzulänglichkeiten fallen schnell negativ auf. Ein Video zu drehen, ist nicht nur technisch, sondern auch in Bezug auf Körpersprache, Gestik und Mimik mit verschiedenen Herausforderungen verbunden. Damit ihr bei euren Videos in Zukunft eine gute Figur macht, haben wir euch das wichtigste Basis-Know-how zusammengestellt.

 

1)      Das richtige Setting

Wer ein Video drehen möchte, sollte sich einen ungestörten Raum suchen, in dem er sich wohlfühlt. Wer sich unbehaglich fühlt, wird das in seinem Video auch ausstrahlen. Das bringt uns bereits zum nächsten wichtigen Aspekt: Wie möchte man eigentlich rüberkommen? Diese Frage hat zum Beispiel Auswirkungen auf die Wahl des Hintergrunds. Unaufgeräumte Wohnungen sind in den meisten Fällen ein No-go. Der Bücherschrank kann, muss aber nicht die richtige Wahl sein. Aufsteller und Roll-ups sind ebenfalls eine von vielen Möglichkeiten der Hintergrundgestaltung. Darüber hinaus ist auch der Lichteinfall ein entscheidender Faktor für die wahrgenommene Professionalität. Das Licht sollte von vorne kommen. Allerdings darf man auch nicht überbelichtet sein, man sollte also beispielsweise nicht direkt vor einem Fenster sitzen. Wer kein ideales Licht zur Verfügung hat, kann eine Tageslichtlampe nutzen oder für kleines Geld das passende Equipment anschaffen.

 

2)      Haltung

Ist dir schon mal aufgefallen, dass Nachrichtensprecher im Fernsehen stehen? Durch die aufrechte Haltung wirkt nicht nur die Stimme besser, sondern man hat auch insgesamt eine andere Präsenz. Wer in seinem Video dynamisch wirken möchte, sollte unbedingt stehen. Dabei ist wichtig, dass man einen sicheren Stand mit aufrechter Körperhaltung und geradem Kopf einnimmt. Beide Beine müssen fest auf dem Boden stehen, denn kleinste Bewegungen können sich beim Video in ihrer Wirkung potenzieren. Wer in seinem Video dagegen eine entspannte Atmosphäre schaffen möchte, kann das in den meisten Fällen eher durchs Sitzen erreichen.

 

3)      Mimik & Gestik

Das oberste Gebot ist immer Authentizität. Je näher ein Bildausschnitt ist, desto mehr fallen allerdings Kleinigkeiten auf. Eigenheiten wie das Schieflegen des Kopfes sollten daher vermieden oder sehr bewusst eingesetzt werden, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Wenn ein Bildausschnitt die Hände zeigt, sollten sie auch „verwendet“ werden. Aber auch hier ist weniger mehr. Eigentlich ist es klar, aber nochmal zur Erinnerung: Hände gehören nicht in die Hosentaschen oder verschränkt vor den Körper. Wer unsicher ist, kann seine Hände auf Höhe des Bauchnabels locker aneinander legen.

 

4)      Sprechen

Wer eher undeutlich oder mit Dialekt spricht, sollte seine Redegeschwindigkeit reduzieren. Außerdem sollte frei gesprochen werden. Das erhöht nicht nur die Authentizität, sondern verleiht einem Sprecher auch mehr Lebendigkeit.

 

5)      Kleidung

In einem Video sollte man sich so kleiden, wie man es auch bei einer Präsenzveranstaltung getan hätte, allerdings mit einer Ausnahme: Karos und kleine Muster sind ein No-go, da sie bei Videos flimmern. Das wirkt nicht nur unprofessionell, sondern lenkt die Zuschauer auch ab. Zudem sollte man auf große Ohrringe verzichten, da sie in einem nahen Bildausschnitt viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Außerdem sollten schwitzende oder glänzende Hautpartien für einen professionellen Auftritt mit Puder überdeckt werden.

 

6)      Wirkung mit der Bildeinstellung erzeugen

In der Medienwelt werden verschiedene Bildeinstellungen genutzt, um verschiedene Wirkungen zu erzielen. Dieses Wissen kann man sich in seinem Video zunutze machen, indem im Vorfeld überlegt wird, welche Position für welche Situation geeignet ist, wie man wirken und was man vermitteln möchte. Generell gilt: Je näher eine Person gefilmt wird, umso intensiver ist die Wirkung. Unterschieden wird zwischen der Bildeinstellung „total“, „halbnah“ und „nah“. Bei der totalen Bildeinstellung ist der gesamte Körper zu sehen. Dies eignet sich vor allem dann, wenn man mit dem eigenen Körper etwas demonstrieren oder den Zuschauern etwas im Raum zeigen möchte. Das halbnahe Format, das auch bei Nachrichtensprechern verwendet wird, ist für virtuelle Meetings und Online-Seminare gut geeignet, da hier Gesicht und Mimik in Szene gesetzt werden können. In dieser Einstellung ist der Oberkörper meist ab dem Ellenbogen zu sehen. Die nahe Bildeinstellung fokussiert vor allem das Gesicht und vergrößert dadurch jede noch so kleine mimische Bewegung. Bei Online-Seminaren sollte diese Einstellung mit Bedacht gewählt werden, da sie schnell aufdringlich wirken kann.  

 

Fazit

Wer ein professionelles Video drehen möchte, muss zwar einiges beachten, kann sich aber mit dem richtigen Equipment und dem richtigen Wissen an der Hand bereits gut in Szene setzen.

Was du noch wissen solltest: Der Begriff „Webinar“ ist geschützt. Seine Benutzung kann also teuer werden. Du kannst stattdessen auf den Begriff „Online-Seminar“ ausweichen.

Dieser Beitrag wurde von Christian Frey, studentischer Mitarbeiter des Gründerbüros der Universität Siegen, verfasst.

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