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Flip-Flop-Methode

von Christian Frey (Kommentare: 0)

Die Flip-Flop-Methode betrachtet ein Problem bzw. ein Anliegen aus dem gegenteiligen Blickwinkel. Dieser Technik liegt die Fähigkeit eines Menschen zugrunde, negative Dinge leichter wahrzunehmen als positive.

Als Beispiel nehmen wir das Anliegen „Unser Unternehmen soll mehr Gewinn machen.“

Schritt 1: Umkehr des Anliegens

Bei der Flip-Flop-Methode wird das Ziel nun ins Gegenteil umgekehrt, also: „Unser Unternehmen soll mehr Verlust machen.“

Schritt 2: Brainstorming

Nun geht es in eine Brainstorming-Session, in der unzensiert und urteilsfrei alle Ideen notiert werden, die dabei helfen, das Ziel „mehr Verlust machen“ zu erreichen. Das können beispielsweise folgende Ideen sein: „Produkte nicht im Sinne des Kunden entwickeln“, „Quantität in den Vordergrund stellen“ oder „strukturlos zusammenarbeiten“.

Schritt 3: Umkehr der Ideen

Im nächsten Schritt werden alle notierten Ideen ins Gegenteil umgekehrt. Aus „Produkte nicht im Sinne des Kunden entwickeln“ wird z. B. „Produkte anhand der Kundenbedürfnisse entwickeln“. Aus „Quantität in den Vordergrund stellen“ wird „Qualität in den Vordergrund stellen“ und aus „strukturlos zusammenarbeiten“ wird „die Zusammenarbeit strukturieren“.

Schritt 4: Antworten sortieren und Maßnahmen ableiten

Diese umgekehrten Ideen liefern Antworten für das ursprüngliche Anliegen, in diesem Fall also, was man tun muss, damit das Unternehmen mehr Gewinn erzielt. Diese Antworten müssen – wie bei nahezu allen Ideenfindungsprozessen – noch sortiert werden, bevor davon ausgehend konkrete Maßnahmen abgeleitet und priorisiert werden können.

Unterm Strich ist die Ausbeute an Ideen bei dieser Technik oftmals größer, als wenn das ursprünglich positive Anliegen zur Ideenfindung genutzt worden wäre.

Dieser Beitrag wurde von Christian Frey (Gründerbüro der Universität Siegen) verfasst.

 

 

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